Die Chroniken des letzten Reiches
Die Buchreihe „die Chroniken des letzten Reiches“ ist das Hauptprojekt, an dem ich seit ca. 10 Jahren arbeite. Die Reihe ist bereits komplett durchgeplant und viele der Szenen aus den späteren Büchern sind bereits vorhanden, aber noch nicht in den Manuskripten enthalten und angepasst. Die Buchreihe wird am Ende dieser Geschichte ein Finale enthalten, bevor sie mit einer neuen Handlung mit einer Sequel-Reihe fortsetzt (für die Leute, die nicht genug von den Figuren bekommen und die Folgen des Finales hautnah erleben möchten). Mehr zum Inhalt der Bücher (Setting, Genre, Perspektive etc.) findet ihr weiter unten und den Klappentext für Band 1 gibt es hier. Geplant sind zur Zeit 5 Bände, alle in verschiedenen Zuständen der Bearbeitung:
Lies mehr darüber, wie das Projekt bisher lief und wie weit ich schon gekommen bin in der
„Chroniken des letzten Reiches“-Projekt-Zeitleiste.
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Mal was anderes mit der Frühen Neuzeit!
Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich finde, wir könnten uns auch gerne mal andere Zeitalter für Fantasy ansehen, außer Mittelalter und die Gegenwart (Urbanfantasy). Regency-Fantasy zum Beispiel! Aber ich lenke ab!
Über das Setting dieser Reihe habe ich schon hier und hier geschrieben, die Chroniken des letzten Reiches spielt nach dem Mittelalter in einer Zeit, die vergleichbar ist mit unserer „Frühen Neuzeit“ also zwischen 1500 und 1800. In unserer Welt begann die Industrialisierung mit Fabriken und Maschinen, in dieser jedoch sieht die Lage etwas anders aus, da es „Reminiszenz“, also Magie gibt.
Dampfmaschinen und Manufakturen existieren also, aber großteils ist noch das Handwerk groß in Schwung. Magische Kästen, genannt „Echinas“ können teils wundersame Dinge vollbringen und werden von der Kammer „Echo“ in Massen hergestellt und dann im allgemeinen Handel verkauft. Diese Echinas können nicht alles, doch vom Feuerzeug zum Drucker sind viele Modelle vorhanden. Es ist also keine Industrielle Revolution in dieser Welt ausgebrochen und auch menschenrechtlich fragliche Fabrikenpraktiken kamen nicht auf. Strom hat sich (noch?) nicht durchgesetzt und wird von Forschern an der Akademie untersucht und eingesetzt. Die Ideen sind da, doch was sich davon umsetzt, hängt von der Umwelt und den Menschen ab.
Abgesehen von diesen Details gibt es noch etwas Wichtiges zu erwähnen: den Status der Welt und des Landes. Dem ein oder anderen wird aufgefallen sein, dass es „die Chroniken des letzten Reiches“ sind. Wie im Klappentext vom ersten Buch zu lesen, ist diese Welt den sogenannten „Biestern“ anheimgefallen. Um was für Monster es sich dort handelt, verrate ich hier nicht (das könnt ihr später im Buch, im Patreon-Blog etc. erfahren, wenn ihr wollt!).
Diese Bedrohung breitete sich länderunabhängig erst von den Löwlanden und dann über die Bärlande zum Kontinent der Ziege aus, wobei mehrere Länder damit interagierten – dieses dichte Netz an historischer Geschichte wird in den Büchern mehrmals angeschnitten weshalb ich es bei diesem Schlusspunkt belasse:
Alle anderen Länder sind gefallen.
Abgesehen von Zihann’val, dem letzten der Menschenreiche, existiert kein einziges von ihnen mehr.
Zihann’val verbrachte die letzten Jahrzehnte damit, überlebende Flüchtlinge aufzunehmen und die Migranten der Länder, mit denen es zum Aufbau seiner Verteidigung kooperierte, in seine Gesellschaft einzugliedern. Der Verteidgungsaufwand durch die Jägergilde ist mühsam aber konstant. Und nun, da sich alles stabilisiert hat, steigen wir in die Geschichte ein, gerade als eine neue Bedrohung das letzte Reich ereilt!
Genre und Stil
Wer High Fantasy (wikipedia) kennt, der wird das hier schon kommen gesehen haben: High Fantasy bedeutet, dass es sich um eine Welt handelt, die von Grund auf neu aufgebaut wurde und nichts mit der unseren zu tun hat. Ihre Geschichte, ihre Kontinente, Kulturen, Völker, Tiere, Pflanzen und und und können sich von unserer Realen unterscheiden.
Technisch gesehen schreibe ich hier auch Epic Fantasy, denn der Konflikt, der sich in dieser Reihe hin aufschaukelt, wird ein Maß annehmen, das „weltbewegend“ ist. Mehr darüber zu schreiben würde hier aber den Rahmen sprengen und es gibt viele Bücher die Epic Fantasy sind, aber aus einer viel kleineren, persönlicheren Perspektive erzählen, so wie ich es tue – wer mehr dazu lesen will, findet hier einen englischen Artikel von einem anderen Autor dazu! Durch den Inhalt und das Alter der Protagonisten gehört die reihe außerdem zum Adult Genre.
In meinen Büchern könnt ihr immer auch Romantik erwarten, einfach weil ich es mag und weil ich Zwischenmenschlichebeziehungen unglaublich interessant finde, mit ihren Nuancen, Verwicklungen und Problemen. Die Bandbreite an Handlungen und Emotionen, die man darstellen kann, verleitet mich meist dazu komplexe Beziehungsnetze zu bauen. Ihr merkt also schon, ich bin vor allem Figuren fokussiert.
Daher passt es auch, dass ich in diesem Buch versuche Slice-of-Life (wikipedia) einzubringen: Das bedeutet, dass die Figuren alle einen „alltäglichen Lebensrhythmus“ haben. Ganz richtig ist diese Bezeichnung hier nicht, da wir ja Epic Fantasy haben, aber wir wechseln immer mal wieder zwischen diesen Genres. Mal geht die Post ab, dann haben wir wieder Pause und die Figuren müssen sich mal ausruhen – sie sind ja auch nur Menschen 😉
Ich persönlich nenne dies Realistic Fantasy (nicht zu verwechseln mit magical realism!) doch dieser Begriff existiert theoretisch noch nicht.
Mir wird nachgesagt, sehr lebhafte und realistisch geschriebene Figuren zu haben. Viele Leute haben mir schon die Dialoge gelobt und dies vermutlich auch nicht ohne Grund: denn die Dialoge sind stets das erste das ich in eine Szene schreibe und was meine Inspiration mir eingibt. Den Raum darum herum, die Situation etc. für ich erst danach und teilweise mehr nebenbei hinzu. Der Großteil der Handlung spielt sich also in Gesprächen wieder, oder im Innenleben der Figuren – und wie diese über beides mit anderen Figuren in Kontakt treten!
Wenn euch dies also zusagt, dann seid ihr bei mir genau richtig!
Vorsicht Spoilers! Hier geht's um alle Hauptfiguren der Reihe!
Im Grunde bedeutet dies, dass die Erzählung sich unterscheidet, je nachdem an welcher Figur der Erzähler hängt.
Diese Erzählform ermöglicht es mir, die Welt detailliert zu betrachten, ohne anderen Figuren ihre interessanten Einstellungen wegzunehmen, welche sich zum Teil auch stark unterscheiden. Was eine Figur gefällt oder von ihr befürwortet wird, kann von einer anderen missbilligt werden. Der Leser selbst kann dann zwischen beiden differenzieren und seine eigene Meinung zu Themen in der Welt bilden.
Außerdem ist der Erzähler durch die personale Verbindung in der Lage, das emotionale Innenleben der Figur zu beschreiben, so dass dieser Blickwinkel nicht verloren geht. Die Kehrseite dessen, dass er dann mit der Figur zusammen die Handlungen und Emotionen der anderen Figuren deuten muss, empfinde ich als realistischen Pluspunkt!
Zurück zum Aufbau der Bücher mit ihren zwei extra Kapiteln aus „fremder Sicht“: Die Figur aus dessen Perspektive die „Einmal“ und Zweimal“ Kapitel sind, ist dabei stets ein/e Protagonist/in in den kommenden Büchern. Diese Strategie dient also zusätzlich dazu, den Leser für die Zukunft zu akklimatisieren und ihm Lust auf die neue Perspektive im nächsten Buch zu machen. Da es sich auch immer um eine wichtige Figur handelt, sollte keine Gefahr der Befremdung bestehen, da alle Figuren die meiste Handlungszeit eng zusammen verbringen.
Genug um den heißen Brei geredet!
Der vierte und letzte Akt funktioniert anders als die vorigen. In diesem werden mehrere Perspektiven zusammengelegt, um aus allen bisher erkundeten Sphären heraus zu erzählen. Dies bedeutet auch, dass die Einmal und Zweimal Kapitel nicht mehr vom nächsten Protagonisten erzählt werden (da es ja keine gibt), sondern von Figuren, welche starke Nebenrollen hatten und theoretisch Spin-Off Potenzial haben. Ob ich diese Spin-Offs wirklich einmal schreibe, werden wir sehen 🙂

