Kalender der Chroniken des letzten Reiches
Die Welt der Buchreihe spielt nach ihren eigenen Regeln. Zwar gibt es dort wie bei uns Frühling (Fairoz), Sommer (Sammor), Herbst (Hortis) und Winter (Venntar), doch ihr Jahr und demnach auch ihr Kalender sind anders aufgebaut als unsere gängigen. Ebenso verhält es sich mit der Weltzeit, welche dort allgemein hin in 7 Ären aufgeteilt wird. Die Buchreihe spielt in der letzten Ära, doch nach ihrem Abschluss werden sicher auch Bücher in früheren Ären auftauchen.
Mandorvit: Der Kalender der Zihann'vals
Der Mandorvit stammt noch aus einer Zeit, in welcher Zihann’val noch nur ein hinterster Zipfel eines viel größeren Reiches war. Sein Namen entspricht unserem Wort „Kalender“ in ihrer alten Sprache, Navarc. Mit der Zeit wurden neuere Feste eingefügt, während andere vergessen wurden.
Der Mandorvit unterteilt ein ganzes Jahr in zwei Halbjahre: Das Sommerhalbjahr und das Winterhalbjahr, welche den Aufstieg der Menschen und das Wachsen der Welt sowie den Fall von Hochmut und den Verfall der Welt repräsentieren.
Die Ein-Tages-Monate Vönn (Vönn) und Wönn (Wönn) (auch Vonn und Wonn genannt) repräsentieren dabei jeweils die Höhepunkte dieser Interpretationen, wobei an Vönn die Welt „wiedergeboren“ wird, sobald das neue Jahr beginnt. An Wönn wiederum erreicht den die Menschen ihre Hochzeit.
In dem sonst sehr geerdeten, unreligösen Volk hat sich diese Kalenderform, mit den mit ihr einhergehenden Festen (Vönn, Wönn), fest über die Jahrhunderte gehalten.
Alle anderen Monate zählen 35 Tage, welche in 3 Doppelwochen und einer einzelnen Woche gezählt werden:
Ein normaler Monat (Manndoz) des Mandorvitist aus genau 7 Wochen mit je 5 Tagen zusammengesetzt. Diese Wochen werden üblicherweise in Doppelwochen zusammengefasst, abgesehen von der letzten „Ausgleichswoche“. Die Wochentage sind dabei immer gleich, egal ob Ausgleichswoche oder Doppelwoche:
- Nardeo – Nordtag – Der erste Tag der Woche
- Asbeo – Osttag – Der zweite Tag der Woche
- Tirweo – Mitteltag – Der mittlere Tag der Woche.
- Sodeo – Südtag – Der vierte Tag der Woche.
- Wosbeo – Westtag – Der letzte Tag der Woche.
Edeo, das Wort, von dem diese Wörter hier abstammen, bedeutet übrigens nicht direkt „Tag“, sondern eher „zwei mal zwölf Stunden“. Hier kommt also erneut die Teilung eines ganzen in zwei Hälften vor, so wie im Kalender mit den Halbjahres-Hälften.
Ein weiterer Punkt...
Ist die aufgefallen das im Mandorvit violette Kreise und rote Rauten vorkommen? Diese Zeichen stehen für Feste und Feiertage! Die Vier roten Rauten zeigen die För an, eine Reihe alter Festtage, welche die Entstehung der Welt begleitet haben sollen. Sie sind besonders in der Anbetung des Schöpfergottes der Roiglanner sehr wichtig. Die För umfassen: Califör, Demeför, Seraför (Sövart) und Ilibför
Die violetten Kreise wiederum stehen für andere Feiertage, zu ihnen gehören das Sommer-Tacnagloh, Ganzong, Venaht, das Jägerfest, Winter-Tacnagloh, Eohavond, die Prinzenwoche und Mortac.

