Kalender der Chroniken des letzten Reiches
Die Welt meiner Buchreihe spielt nach ihren eigenen Regeln. Zwar gibt es dort wie bei uns Frühling (Fairoz), Sommer (Sammor), Herbst (Hortis) und Winter (Venntar), doch ihr Jahr – und demnach auch ihr Kalender – sind anders aufgebaut als unsere. Ebenso verhält es sich mit der Weltzeit, welche dort allgemein hin in 7 Ären aufgeteilt wird. Die Buchreihe „Chroniken des letzten Reiches“ spielt in der letzten Ära. Nach dem Abschluss der Buchreihe überlege ich auch kürzere Geschichten in früheren Ären zu erzählen.
Mandorvit: Der Kalender der Zihann'vals
Der Mandorvit stammt noch aus einer Zeit, in welcher Zihann’val noch nur ein hinterster Zipfel eines viel größeren Reiches war. Sein Name entspricht unserem Wort „Kalender“ in ihrer alten Sprache, Navarc (diese Sprache könnt ihr übrigens lernen). Mit der Zeit wurden neuere Feste eingefügt, während andere vergessen wurden.
Ein Video, in dem ich den Kalender kurz erkläre, gibt es auf meinem YouTube-Kanal!
Der Mandorvit unterteilt ein ganzes Jahr in zwei Halbjahre: Laßtemb und Rohslend, welche den Aufstieg der Menschen und das Wachsen der Welt (Laßtemb) sowie den Fall von Hochmut und den Verfall der Welt (Rohslend) repräsentieren.
Sowohl Laßtemb als auch Rohslend haben fünf normale Monate, plus einen Ein-Tages-Monat am Ende. Diese Ein-Tages-Monate, genannt Vönn (Vönn) und Wönn (Wönn) (auch Vonn und Wonn genannt) repräsentieren dabei jeweils die Höhepunkte dieser Interpretationen, wobei an Vönn die Welt „wiedergeboren“ wird, sobald das neue Jahr beginnt. An Wönn wiederum erreichen die Menschen ihre Hochzeit, bevor sie wieder herabfallen und sich der Ordnung der Welt ergeben müssen.
In dem sonst sehr geerdeten, unreligösen Volk der Zihann’traler bzw. Zihann’valer hat sich diese Kalenderform, mit den mit ihr einhergehenden Festen (Vönn, Wönn), fest über die Jahrhunderte gehalten.
Alle normalen Monate zählen 35 Tage, welche in 3 Doppelwochen und einer einzelnen Woche gezählt werden (siehe Abbildung links.)
Ein normaler Monat (Manndoz) des Mandorvit besteht aus genau 7 Wochen mit je 5 Tagen. Diese Wochen werden üblicherweise in Doppelwochen zusammengefasst, abgesehen von der letzten „Ausgleichswoche“. Die Wochentage sind dabei immer gleich, egal ob Ausgleichswoche oder Doppelwoche:
- Nardeo – Nordtag – Der erste Tag der Woche
- Asbeo – Osttag – Der zweite Tag der Woche
- Tirweo – Mitteltag – Der mittlere Tag der Woche.
- Sodeo – Südtag – Der vierte Tag der Woche.
- Wosbeo – Westtag – Der letzte Tag der Woche.
Edeo, das Wort, von dem diese Wörter hier abstammen, bedeutet übrigens nicht direkt „Tag“, sondern eher „zwei mal zwölf Stunden“. Hier kommt also erneut die Teilung eines ganzen in zwei Hälften vor, so wie im Kalender mit den Halbjahres-Hälften.
Feiertage in Zihann'val
Ist dir aufgefallen, dass im Mandorvit violette Kreise und rote Rauten vorkommen? Diese Zeichen stehen für Feste und Feiertage! Die vier roten Rauten zeigen die För an, eine Reihe alter Festtage, welche die Entstehung der Welt begleitet haben sollen. Sie sind besonders in der Anbetung des Schöpfergottes der Roiglanner sehr wichtig. Die För umfassen: Califör, Demeför, Seraför (Sövart) und Ilibför
Die violetten Kreise wiederum stehen für andere Feiertage, zu ihnen gehören das Sommer-Tacnagloh, Ganzong, Venaht, das Jägerfest, Winter-Tacnagloh, Eohavond, die Prinzenwoche und Mortac.
Zeitrechnung zur Zeit der Buchreihe
Die Buchreihe „Chroniken des letzten Reiches“ spielt im Jahr 55. DRUN. DRUN ist ein Akronym für Donna ruri Nexos beziehungsweise Donna ruri Üdonna in Navarc, der alten Sprache des Landes Zihann’tra, welches vor Zihann’val existierte. DRUN bedeutet also übersetzt „Stunde nach Nexos“ / „Stunde nach Mitternacht“ und zählt die Jahre, welche seit dem Fall des größten Landes auf Zicbar, vergangen sind. Kurz nach diesem Ereignis entstand aus dem Land Zihan’tra auch Zihann’val.
DRUN ist also die aktuelle Ära des Kontinentenclusters Zicbar, vor ihr gab es 6 andere Ären. Die Ära vor DRUN wurde mit NF abgekürzt, was für nexer Vriod beziehungsweise Nexianischer Frieden stand. Sie dauerte knapp 250 Jahre an.

